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Holzpellets bleiben CO2-neutral

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Mit einem Beitrag im Wirtschaftsmagazin „Plusminus“ (24.08.2022) hat die ARD die Energieerzeugung aus Holzpellets thematisiert. Dabei führt eine einseitige und lückenhafte Berichterstattung zu falschen Schlussfolgerungen. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) widerspricht der Darstellung aufgrund mangelhafter Recherche und fordert die Richtigstellung zweifelhafter Aussagen.

„In ihrem Plusminus-Beitrag vom 25. August ist die ARD ihren Ansprüchen fundierter journalistischer Arbeit und ausgewogener Berichterstattung nicht nachgekommen“, kommentiert DeSH-Geschäftsführerin Julia Möbus. „Dass man sich der Holzenergie als einem komplexen Thema großer Tragweite annimmt, ohne die Perspektiven der berufsständischen Forstwirtschaft, der Holzwirtschaft, der Anlagentechnik und Holzforschung zu beachten, muss deutlich kritisiert werden.“

Nachhaltigkeit sichert CO2-Neutralität 

Kern der Sendung bilden die vermeintlichen Klimawirkungen der energetischen Nutzung von Holz am Beispiel von Holzpellets. „Die Gleichsetzung, dass für die Erzeugung von Wärme bei der Verbrennung von Holz mehr CO2-Emissionen freigesetzt würden, als bei fossilen Energieträgern wie Kohle oder Gas, lässt die Kohlenstoffkreisläufe der Wälder völlig außer Acht. Dabei wird beim Heizen mit Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern die ausgestoßene Menge CO2 vom Wald direkt wieder aufgenommen. Die Waldökosysteme in Deutschland sind somit langfristig CO2-neutral, während die Neubildung fossiler Brennstoffe Millionen von Jahren dauert“, stellt Möbus klar. „Zudem werden Holzpellets in Deutschland nahezu ausschließlich aus Rest- und Abfallstoffen der Säge- und Holzindustrie hergestellt. Sie sind damit Nebenprodukt einer nachhaltigen Forst- und Holzwirtschaft und ergänzen die Herstellung von Holzprodukten um eine energetische Verwertung der Nebenprodukte, die dabei hilft, fossile Energiequellen in Haushalten und der Industrie zu ersetzen.“

Unverzichtbarer Beitrag für die Wärmewende 

Der Beitrag suggeriert zudem eine Übernutzung der Wälder durch die energetische Holzverwendung. „Diese undifferenzierte Betrachtung der ökologischen und auch wirtschaftlichen Zusammenhänge provoziert falsche Schlussfolgerungen. Hier werden die Auswirkungen von vier Extremwetterjahren im Wald mit Dürren und Käferbefall als das Ergebnis der Forst- und Holzwirtschaft dargestellt“, so Möbus weiter. „Eine kritische Untersuchung der Aussagen des Berichts zeigt, dass die Gewinnung von Strom und Wärme mit Holzpellets aus Deutschland bereits heute einen erheblichen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung leistet. Gleichzeitig stellt eine nachhaltige Forstwirtschaft sicher, dass Holzenergie aus Deutschland klimaneutral bleibt und die heimischen Wälder weder heute noch in Zukunft von Übernutzung bedroht sind. Vielmehr zeigen die aktuellen Auswirkungen, dass der Wald im Klimawandel auf die aktive Pflege und den Umbau von erfahrenen Förstern und Fachleuten angewiesen ist.“

Die Stellungnahme zur „Plusminus“-Sendung vom 24.08.2022 finden Sie hier.

Die Pressemitteilung können Sie als pdf-Dokument hier herunterladen und nachlesen.

Pressekontakt:

Deutsche Säge- und Holzindustrie
Geschäftsführerin Julia Möbus
Chausseestraße 99
10115 Berlin

Tel.: +49 30 2061 399-00
Fax: +49 30 2061 399-89                                  
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Kontakt:

Frederic LeersPressesprecher BDH Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e. V.